•             T i e r e  sind auch nur M e n s c h e n

    und haben ihre ganz persönlichen Erlebnisse und Betrachtungsweisen

     Ist es eigentlich bekannt, dass einige von ihnen sogar "reden"

    können?

    Herzlich willkomen im Tierreich!

          

              

                                                ....

     

    Sie erinnnern sich...

    Schwalben kommen von weit her,
    segeln über Land und Meer..
    und sie erinnern sich..
    wo sie hier schon einmal lebten,
    und damals ihre Nester klebten,
    ja, sie erinnern sich

    Manches sieht jetzt anders aus,...
    Ein Fertig-Nest ist ihr Zuhaus.
    Doch sie erinnern sich...
    Bleiben zwei/drei Monat hier,
    bis Herbstwind fegt vor ihrer Tür...
    Und sie erinnern sich...

    Junge Schwalben lernten fliegen,
    und auch ihre Angst besiegen,
    denn sie erinnern sich...
    Reisen eine Süden-Strecke
    nur zum Überwintern-Zwecke,...
    denn sie erinnern sich...

    Karin Fluche 7/2010
    ...

                                                                              

    Frosch-Ballade

    König Frosch vom Gartenreich
    wohnt im Gras am Gartenteich.---
    In einer heißen Sommernacht
    hat er darüber nachgedacht,

    wie es wäre, wenn ein Weibchen...
    und er streicht sich übers Leibchen.
    Gold’ne Augen, Glitzerperlen,
    einer von den hübschen Kerlen...

    Ach, Eitelkeit! Er spiegelt sich...
    Im dunklen Teich bei Sternenlicht......
    Nun, so woll’n wir doch mal sehen,
    irgendwas wird schon geschehen..
    .
    Unke, Unke, ...quak, quak, quak..
    „Ich bin König, ich bin stark...
    Will, dass mich ein Mädchen küsst,
    weil in Bälde Morgen ist“.

    So tat er kund bis nachts um Drei....
    doch kein Mädchen kam vorbei.
    Dagegen stolz und unnahbar

    kam Storchenvater Adebar....

    Der fühlte sich im Schlaf gestört
    Und war darob zu recht empört...
    Im ersten kühlen Morgenschein
    Des Frosches Krone,...ganz allein.

    Karin Fluche

     

     

     



    Wirklich seltsam...

    Ein Frosch sitzt auf dem Gartenhaus
    Statt im Moose unterm Busche.
    Das Wetter sieht hier anders aus
    Als auf der Leiter in dem Glase....
    Es naht jetzt ne’ Gewitterhusche -
    sagt ihm seine breite Nase.

    Wie kam der Frosch nur das Dach?
    Hier kräht doch sonst der Wetterhahn!.
    Da werden tausend Fragen wach.-
    Können Frösche wirklich fliegen?
    Was ist los mit manchem Hahn?
    Kann das am Vollmond liegen?

    Des Frosches Flugzeug eine Taube?
    Der Wetterhahn flog selbst davon -
    schwört der Besitzer dieser Laube...
    Ist das Wahrheit, war’s gelogen?
    Doch was passiert nicht alles schon?
    Der Himmel malt nen’ Regenbogen...

    Karin Fluche 8/2010
                ....
                            http://photomakers.org/wp-content/gallery/schwarze-katzen/schwarze-katze-bilder-photomakers-03.jpg   

     

                                           Katzenfrau

    Katzenfrau macht schöne Augen,
    schnurrt so sanft, ganz wunderbar,
    gern will man an das Gute glauben,
    und dass ein Wunder werde wahr.

    Katzenfrau mit schmalen Augen,
    funkelnd gelb mit schwarzem Strich,
    die nur für Wut und Ärger taugen,
    schau jetzt nicht rein, so rate ich.

    Katzenfrau schleicht durch die Nacht,
    noch ist kein Morgengrau’n in Sicht.
    Aus tiefem Traum bist Du erwacht---
    Kratzspuren trägt Dein Angesicht.


    Karin Fluche 4/2010

    ...


    Irrtum

    Ein Hase ist heut' in der Nacht
    Aus einem Frühlingstraum erwacht.
    Er dachte gleich, es ist soweit,
    draußen, da ist Frühlingszeit

    und tippt sich an die Hasenbacke:
    „Ich zieh’ mir an die grüne Jacke
    und setz' auch auf den neuen Hut,
    denn der steht mir wirklich gut.“

    Er nimmt die grüne Weidenkiepe
    Und geht mit sonnigem Gemüte
    Mit leichtem Schritt in die Natur,
    dem Frühling sicher auf der Spur.—

    Auf seinem Weg trifft er ein Huhn,
    das hatte grad nicht viel zu tun.
    „Hast Du vielleicht ein Osterei,
    möglichst zwei oder auch drei?“


    Die Henne darauf viel zu schrill:
    „Ostern ist erst im April.
    Wir haben doch erst Februar,
    wenn das man nicht ein Irrtum war.“


    Der Hase, er heißt langer Max,
    macht verlegen einen Satz,
    Diese Sache ist doch dumm
    Und er kehrt
    unverzüglich um.


    Frau Elster hat es mitgehört
    Und ist hierdurch total verstört:
    ruft: „Im April schon Februar –
    Ach, ist das alles sonderbar.“

    Karin Fluche
    2/09.

    ...

    Wenn die Kaffeetassen klappern,

    fangen Spatzen an zu plappern:
    „Hallo, - Vögel – seid bereit,
    jetzt ist wieder Kaffeezeit.“

    Dieser Ruf wird gut vernommen,
    denn alle, alle sind gekommen,
    sitzen, teils noch unsichtbar,
    im Flieder bei der Pergola.

    Jetzt voran und mit Beeilung!
    Kuchenkrümel-Schnellverteilung.
    Frischwasser für die Vogelkehle,
    damit auch das Getränk nicht fehle.

    Nun können wir beruhigt sitzen
    Bei Kaffee und Kuchenspitzen
    Und bemerken doch alsbald:
    Spatzen satt und Kaffee kalt!

    K.F. 6/08

    ---

     

    http://img1.wikia.nocookie.net/__cb20120808093420/fringe/de/images/d/dd/Schaf.jpg

     

    Soll ich mähen oder nicht?

    Ein Bauer, etwas unentschlossen
    hin und wieder auch verdrossen,
    stellte sich die wicht’ge Frage
    am China-Sport-Olympia-Tage.

    “Soll ich mähen oder nicht?
    Ist das Kür oder gar Pflicht?“
    Da niemand konnte mitentscheiden,
    geht er zum Schaf auf seiner Weiden.

    Das ist die schöne Anneliese,
    denn keine ist so hübsch wie diese.
    Und so stellt er ihr die Frage:
    „Soll mähen ich am Nachmittage?“

    Die Annelies will gern zum See,
    sagt deshalb ungeduldig: ...„Mäh,..Mäh!"

    K.F. 1.9.08
     

    ...

    Schmetterlinge


    Schon mal darüber nachgedacht,

    was  Schmetterling bei Regen macht?

    Versteckt er sich im grünen Laub

    und nascht still für sich vom Blütenstaub?


    Schmetterlinge lieben Regen,

    woll'n ihren „Kindern“ Chancen geben.

    Darum an Regentagen aufgemerkt:

    Ihr „Zeugungssinn“ ist dann verstärkt.

     

      

    Achtung!

     

    Am Sonntag -  war es schon recht spät,

    traf ich – Respekt! – auf eine „Generalität“.

    Ohne Zweifel war’s ein „Admiral,“

    geschmückt mit Orden ohne Zahl.

     

     Am nächsten Tag hatt'  ich erwartet,

    dass er früh gleich wieder startet.

    Doch in Stunden, als der Regen rann,

    der „Admiral“ nicht wiederkam.

           

     

      

     

     Ein anderer Schmetterling...

     Du bist so leichtwie eine Feder,

    gleitest so dahin wie diese.

    Blütenzauber, das weiß jeder,

    und die bunte Sommerwiese

    sind Dein allerhöchstes Glück.

    Du lebst es aus, Dein Sommerleben,

    kehrst nicht noch einmal zurück.

    Blütenzauber, Spinnenweben...

     K.F. 8/07

     ---

    Woran denken die Hunde?

    Gern spaziert der Hund im Freien, 
    sucht sich dabei zu zerstreuen.
    Hält er ganz still den Kopf gesenkt,
    er häufig an die Liebste denkt.

    Schnüffelt da und schnüffelt hier.
    War schon jemand da vor mir?
    Mitunter fragt er
    auch den Raben,
    wo er den Knochen hat vergraben.

    Macht er ein gespannt’ Gesicht,
    hat in den Augen so ein Licht,
    kommt ihm die Katze in den Sinn,
    spürt ihre Pfote noch
    am Kinn.

    K.F. 1/08
    ---

     

     http://static.zoonar.de/img/www_repository3/fc/a3/b8/10_ce832dcf1d1c0b1f8706960081a908da.jpg

     

    "Blacky"

     

     

    Ein hochbetagter alter Herr,

    bereits Rentner oder Pensionär,

    lebt seit Jahren ganz beschaulich

    in einem kleinen schönen Ort,

    von dem er war noch niemals fort,

    und was ihm sonst am Herzen liegt,

    das ist ausgesprochen „fraulich.“

    Ach, seine schönen dunklen Augen,

    leuchten zu dem einzigen Zweck,

    „Schau mich an, dann bist Du weg.“

    Nur die Zeitung lesen will er nicht,

    hält das nicht für seine Pflicht,

    wie Du wohl ganz sicher weißt,

    und diese alsogleich zerreißt.

    Im Juni, da ist Sommerzeit

    und der Beginn der Reisezeit.

    Auch dieser liebe alte Herr,

    der keiner ist wie Irgendwer,

    denn schließlich ist er ja ein „King“,

    ist reiselustig, - .guter Ding‘,.

    will sich’s noch einmal beweisen,

    fährt nun eines Tages los,

    um nach Magdeburg zu reisen.

    -

    Na, in Magdeburg, da ist was los,

    Aufregung pur in Busch und Moos.

    Na, in Magdeburg, da ist er gern,

    fast zu viel für’n alten Herrn.

    Diese Düfte, diese Frauen,

    gut zu riechen, sexy zu schauen.

    Und so verliebte sich der ältere Herr

    in ein hübsches Weibchen sehr,.

    Doch wie schon der Dichter schrieb:

    „ Sie konnten zusammen nicht kommen,

    denn.das .Wasser war viel zu tief“...

    (und weil eine Stimme ständig nach ihm rief!)

    -

    Die Urlaubszeit ging schnell herum,

    der Besuch war bald zu Ende nun

    und unser lieber Pensionär,

    der freute sich wie toll so sehr,

    dann wieder doch zu Haus zu sein,

    und alle Winkel fiel’n ihm ein,

    die er jemals schon benutzte,

    wo er Pipi.... und sich die Locken putzte.

    Wollt Ihr ihn mal in S.besuchen?

    Da braucht ihr gar nicht lang zu suchen

    und gleich fällt Euch sein Name ein:

    Es kann nur Blacky M. sein.

    Juni 2005

    ---

    Tierische Regentage

    "Genug von diesen regengrauen Tagen",

    so hört man alle Leute klagen.

    Selbst die Hunde und die Katzen

    und manch anderes Getier,

    haben Angst vor nassen Pfoten oder Tatzen

    und zeigen sich nicht im Revier.

    -

    Nachbars Katz‘ geht kurz mal raus,

    als ein Notfall sozusagen,

    interessiert sich nicht für Hund und Maus, -

    für nichts - an diesen regengrauen Tagen....

    Ein Vogel macht sich’s nicht so schwer

    in dieser nassen Jahreszeit,

    denn wo er geht und kurz mal fliegt,

    läßt er ein kleines Etwas fallen.

    Das tut ihm denn auch gar nicht leid,

    denn weder Mensch noch Tier

    ist weit und breit.

    ---

     

    Traurig

    Ein Papagei durchs Fenster schaut,

    mit sehnsuchtsvollem Blicke.

    Er denkt an seine Vogelbraut,

    sie fehlt ihm so zu seinem Glücke.

    Ach, er darf sie nicht mal sehen,

    nicht berühren, nicht verführen

    und er kann das nicht verstehen...

    -

    Sie war verreist in fremde Welten

    und als sie schließlich wiederkam,

    da war sie ziemlich stark erkältet.

    Sagt doch sein Mensch,  der ihn behütet:

    "Wenn die Vögel Schnupfen haben,

    bald die Vogelgrippe wütet."

    ---

    Von Färsen, Fersen und Versen

    Deutsche Grammatik ist nicht leicht,

    wie jeder Zugereiste weiß.

    Denn wie schnell kann man mal holpern

    und über Schwierigkeiten stolpern.

    -

    Eine Färse, haargenau,

    das weiß ja  gut die Bauersfrau,

    das ist eine junge Kuh,

    die zu jedem sagt nur „Muh “- .

    Sie ist zu Ochse, Bulle und Rind

    eisenhart, denn sie will kein Kind

    und übers ganze nächste Jahr

    noch Jungfrau blieb, was auch geschah.

    -

    Indess vertraute die junge Färse

    sich der Mutter an, sie heißt Therese.

    Sie habe Schmerzen an der Ferse,

    sich eingetreten einen Dorn,

    das sei kaum auszuhalten schon

    und sie deshalb in Stall und Straße

    kein Mannsbild an sich kommen lasse.

    -

    Ein Tierfreund, nett und angenehm,

    erkannte alsbald das Problem.

    Er schrieb einfach ein paar nette Verse

    für diese schöne junge Kuh

    - und kniff dabei ein Auge zu, -

    denn sie hatte gar nichts an der Ferse. --

    Sie ist nur eine von den Frauen,

    die keinem Manne richtig trauen.

    19.1.06

    ---

     

    http://www.tiershirt-shop.de/images/product_images/original_images/1053_0.jpg

    Überlegungen eines Goldfisches

    Ein Goldfisch schwimmt im Kugelglas

    und erlebt so dies und das.

    Als Zielpunkt ist in seinem Glase

    vorne eine kleine Blase.

    Der Goldfisch findet das nicht dumm,

    denn heute, da ist Dienstag,

    da schwimmt er immer links herum.

    Und wenn sein Mund ne' Blase macht,

    dann ist er am Überlegen

    und meistens ist es Zehn vor Acht.

    -

    Heute sieht er eine Hand

    die sich schwankend zu ihm senkt.

    Es prostet  jemand auf sein Wohl ,

    dazu ein kleines Gläschen schwenkt

    und lallend ihn "Liebling" nennt. -

    -

    Der Goldfisch schwimmt nun eine Runde

    und eine große weiße Blase

    entweicht  nun aus des Fisches Munde--

    -

    Wieder angekommen bei der Blase

    in dem bewußten Kugelglase,

    da schau’n ihn  draußen vor der Vase

    zwei Katzenaugen  feindlich an -

    doch der Fisch, der ist kein Jammerhase.

    Schon taucht die Pfote tief ins Wasser,

    doch zu des Fisches großem Glück

    ist die Katze Wasserhasser.

    -

    Der Goldfisch schwimmt nun eine Runde

    und eine große weiße Blase

    entweicht wiederum  aus seinem Munde...--

    -

    Und das Besondere am Goldfisch ist:

    Dieser Fisch ist Optimist

    und wie es aussieht, auch nicht dumm,

    darum schwimmt er ab und zu

    und das zumeist an jedem Freitag,

     die letzte Runde rechts herum.

    5./06

    ---

    Katzengespräche

    Auf dem Weg zur schönen Katze

    sprach der Vater zu dem Sohne:

    und er hob dabei die Tatze:

    „Gib acht! „Die Frauen sind nicht ohne:

    Du mußt die Liebste zart umtüdeln,

    denn sie ist ne‘ Emanze,

    kommst Du mit vollen Büdeln,

    so hast Du keine Chance.

    Und will Dir nichts gelingen,

    dann fängst Du an zu singen,

    denn romantisch sind die Frauen,

    sie wird verliebt miauen.“

    „Dein Vater will‘s Dir zeigen:

    Wlr singen wie die Geigen.“

    Und sie sangen in den Tönen,

    den höchsten wie den schönen.

    Doch die schöne Katze

    hob ihrerseits die Tatze

    sie ließ sich nicht betören,

    man konnte ganz gewiß

    ihr lautes Fauchen hören.

    Und dem Vater wie dem Sohne

    schlug sie die Ohren fast vom Kopfe,

    da schlichen sie davon,

    die armen beiden Tropfe!

    Fragte später man die Kater,

    den Sohn wie auch den Vater:

    „Was macht denn heut die Liebe?“

    Und eingedenk der Hiebe -

    da sagten beide rauh:

    „Mau, --- mau“.