Ein

          A p o t h e k e n r e z e p t

                        ist das nun wirklich nicht...     

              Trotzdem willkommen in meinen

                     M i x t u r e n

                                                         ....

  

                 ...

Wie der Titel dieser Seite schon vermuten läßt,  geht es hier etwas gemischzu. Es sind hier Gedichte versammelt, die in keine Schublade der ausgewähltenThemen so richtig passen. 

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Magdeburg – Meine Stadt

Ich bin hier geboren, lebe gern hier,
und sterbe irgendwann in Dir.
Ich hab hier geliebt, gelacht, geweint, -
bin wieder aufgestanden - vereint.
Ich bin in Dir gereift, - nicht mehr klein..,
und stolz, Magdeburgerin zu sein...

Karin Fluche 2009

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Glückspfennig

Es war heute vor wenigen Stunden
Als einen Glücks-Pfennig ich gefunden,
der halb blind, verkrustet, verdreckt
auf der Straße sich vor mir versteckt.
Ich pflege ihn sorgsam, poliere ihn,
so glänzt er wieder wunderschön.
Ich glaube an ihn, - tief und fest,-
daß er das Glück mir bringen lässt.
Glück, daß gerade ich ihn gefunden –
Heute morgen,vor wenigen Stunden

Karin Fluche 2009

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Bild, Gedicht und Lied

Ein schönes Bild ist ein Gedicht,
das zwar nicht mit Worten spricht,
doch kann es schweigend offenbaren,
Gefühle, die des Malers waren
und sie mit Farben reich vertonen,
wie Lieder, die im Herzen wohnen.
Das Bild - so schön wie ein Gedicht,
gemaltes Lied - hörst Du es nicht
?


Karin Fluche

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Einfach einmal ausprobieren,

was man will und was man kann
still für sich und irgendwann,
Schreiben, Malen, Musizieren...
Dafür Zeit zu investieren
sich überraschend lohnen kann.
K.F. 11/2008

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Blauer Krug - K.F.

Wie von Malerhand

Wie vom Künstler aufgetragen, -
Hab die Farben ich empfunden,
Feuer, die im Eismeer lagen –
Himmel in den Abendstunden
So wunderbar, wie hingewischt –
Wahre Schönheit für Sekunden –
das Wolkenspiel im Dämmerlicht.
Ein Federstrich noch in das Meer,
hat kaum seinen Platz gefunden,
dann tiefstes Dunkel um mich her.

Karin Fluche 11/2008

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Unbekannt/unerkannt...

Er hat nicht studiert,
hat nicht promoviert,
er hat keinen Namen,
bleibt immer im Rahmen,
doch er malt mit Gefühl
mit Herz und mit Stil.

Doch niemand er kennt,
der selbst jemand kennt
der ihn ans Licht bringt,
andern sein Lob singt,
er bleibt in der Menge,
unerkannt im Gedränge.

Karin Fluche 12/08
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Silbermond

Oktobertage, Vollmondnacht.
Wie kalt und still ist sein Gesicht.
Ob er schon jemals laut gelacht?

Ich wollte es gern ausprobieren,
und mit der ausgestreckten Hand
seine Wangen sacht berühren.

Grund für ihn, zu erschrecken,
und sich winzig klein zu machen,
sich hinter Wolken zu verstecken.

Kann sein, er ist nur arrogant
,
nicht bereit, es hinzunehmen,
Er, der große Silbermond –
Und eine kleine Frauenhand.

K.F. 10/08

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Sommersterne

Hohe Zeit der Sommersterne,
Mein Sinnbild für Unendlichkeit.
Venus blinkt aus weiter Ferne
So schön wie je zur Abendzeit.

Überm Haus der große Wagen, -
er steht schon eine Weile hier.
Weiterfahrt an diesen Tagen
Im Morgengrauen gegen Vier.

Weiches Rauschen aus der Ferne
Ist Wie Musik aus einem Traum.
Es ist die Zeit der Sommersterne,
wo Wünsche ziehen in den Raum.-

K.F. 7/08
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Bella... Ischia, Italia

Schönes Ischia im Mittelmeer,
wer schon einmal dagewesen,
kommt so gerne wieder her.
War hier im Prospekt zu lesen.

Irgendwann war'n wir dann da,
Bella Ischia, Italia.!

Malers Herz ist hoch erfreut,
von der Motive Farbenpracht,
die Natur hier Blumen streut,
an die man nicht einmal gedacht.

Bella, Du bist wunderbar,
Wein, Musik, Italia!

Körper und auch Seele lacht,
nach dem Bade in der Therme.
Die so gewartet manche Nacht
Auf diese Wohltat, diese Wärme.

Bella, Du bist wunderbar,
Du Ischia, Italia

Kultur in Stein und Göttersagen
so vieles ist noch zu erleben,
bis wir dann nach Hause fahren.
Doch soll’s ein Wiedersehen geben.

Es war wirklich wunderbar, 
Ciao, Italia!

K.F. 2008
...

 

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Gute Nacht

Nach des Tages Tropenhitze
Steht ein Baum am Wegesrain,
saugt in tiefste Lungenspitze
die samtig-kühle Nachtluft ein,
er winkt noch einmal, wie im Traum
mit matter Hand dem Nachbarbaum
zur guten Nacht, zur guten Ruh, -
es schläft der Baum, auch ich und Du.

K.F. 7/2008
...

...

Schattentanz

Zwei Schatten tanzen an der Wand,
ein zärtlich-wildes Liebespaar,
allein mit sich und Hand in Hand.
Es fliegt ihr nach das lange Haar.
Sie tanzen sich um den Verstand,
lautlos im Takt, ganz sonderbar.--
Als Wind sich in den Zweigen bricht,
verwäscht der Regen das Geschehen.
Nur ein geheimnisvolles
Licht
Bleibt noch lange Zeit bestehen.

K.F. 7/2008

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Mondbild

Als ich heute nacht erwacht,
stand der Mond im Fensterrahmen.
Da hab ich an ein Bild gedacht,
an ein Bild bei alter Dame,
das ich vor langer Zeit gesehen.
Unbekannt des Malers Name,
ich wußte nur, es war sehr schön.

Ich verträumte viele Stunden
bis der Morgen nach mir schaute.
Mond war lange schon verschwunden
Als meinen Augen ich nicht traute:
An weißer
kahler fremder
Wand
Das Bild, das ich
verloren glaubte.
Sacht berühr’ ich’s mit der Hand.

K.F.7/08

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Mond

Mond leuchtet still auf das ruhende Dorf,
über Wiesen, Felder, Ställe und Hof.
Mond betrachtet gütig die Schlafenden,
lebt in den Träumen der Erwachenden.
Mond zählt die Sterne am Himmelszelt,
dass in dunkler Nacht kein einziger fehlt.
Mond, - schaust mich mit großen Augen an,
geheimnisvoll nah, doch unendlich fern.
K.F. 8/07

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Mitbringsel

Spuren des Meeres
Auf zartbrauner Haut
Schmecken nach Ferne
Und doch auch vertraut.

Sand in den Schuhen,
wie von der Elbe, -
er scheuert auch so, -
doch ist’s nicht derselbe.

Glänzende Fotos,
die wir hier machten,
liegen noch vor mir,---
ruh’n morgen im Kasten.

K.F. 6/2008
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Positionen

Wer hinter dem Schreibtisch sitzt,
und kalt durch Brillengläser blitzt,
wachsam das Gegenüber fixiert,
dessen Angst gar vergnüglich spürt,
lässig, ironisch, hämisch der Ton, -

der hat inne die Machtposition....

Dann das weite Niemandsland,
viermal eine Schreibtischkant’.
Die glänzende Platte ist loyal
,
kennt Triumph nicht oder Qual,
ist einfach nur im Raum vorhanden,
weil schon
immer hier gestanden.

Wer vor dem Schreibtisch sitzt,
Taschentuch drehend, verschwitzt,
schaut verspannt auf seine Beine,
weil schon geschwollen ist das eine,
hört nur noch Rauschen, keine Worte...-,

die Position der ungünstigen Sorte...

K.F. 3/2008
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Emma

Männer singen hin und wieder
über Frauen Klagelieder.
Ach, wie schwer sind zu durchschauen
die meisten aller schönen Frauen...

Das gilt sowohl im Allgemeinen,
und besonders bei der einen. -
Emma, stürmisch und robust,
hat zum Schwachsein keine Lust.

Doch gab es Tage, sanft und still,
das wusste damals auch Kyrill,
der selbst ein
Unheilvoller war,
schon bereits vor einem Jahr.

Emma, heute nicht bei Laune
brach ein Getöse bald vom Zaume
zeigte drohend ihre wilde Art,
die sie nur selten offenbart.

Nach zwei angstvoll-tollen Tagen,
hört man  froh die Männer sagen:
„Seht, - Emma,  diese schöne Maid,
trägt wieder ein blau-weißes Kleid.
K.F. 2/08

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Himmelsspuren


Bleistiftzarte weiße Spuren
ziehen endlos sich ins All.
Himmelszüge, die hier fuhren,
über Schienen ohne Zahl
haben längst ihr Ziel erreicht.
Regentropfen fallen nieder
und der Wind geht leicht.
Wolken fliegen schon zu Tal.
Nächster Tag und erster Flieger -
mit Himmelsspur nach überall.

K.F. 2/07
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Liebespaar
Melodie und schöner Reim,
bildeten ein Liebespaar,
wollten stets zusammen sein,
war’n vereinigt Jahr um Jahr.
Es ist ein zartes Liebeslied
dann daraus hervorgegangen,
das für uns erhalten blieb,
weil es schon die Eltern sangen.
K.F. 2/08
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Tagtraum
Gedanken-Bild vor meinem Gesicht.
Als wär’ es vor langer Zeit geschehen,
so funkelten Klingen im Mittagslicht,
Reiter zu Pferde, Kreuzfahnen wehen.

Um das Gesehene mir festzuhalten,
lagen Stift und Papier schon bereit,
ich wollte gleich eine Skizze gestalten,
als leider Besuch kam zu dieser Zeit..

Später war alles bereits verwaschen,
Erinnerung hatte kaum ein Gesicht.
Bruchstücke wenig zu erhaschen -
Ich hatte nur Worte für ein Gedicht.

1/08 – K.F.
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Abend am Fluss

Ein schmales Boot am Ufer liegt,
Schilf sich sacht im Winde wiegt.
Der Wasservogel ruft erschreckt,
angstvoll, dass man ihn entdeckt.
Sichtbar kaum ein schmaler Steg,
kleine Wellen kommen schräg.
Ein Angler steht auf einem Stein
und zieht die letzten Ruten ein.
Graues Licht vom Himmel fällt -
Dämmerung verhüllt das Bild.

K.F. 11/07

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Barbara-Tag
Vor langer Zeit, fast 2000 Jahr,

wirkte die Heilige Barbara.

Sie half andern bei jeglicher Not,

teilte selbstlos ihr weniges Brot.

In jedem Jahr, nach so langer Zeit,

hält Barbara ihre Wunder bereit.

Forsythien, Kirschen und Quitten,

die am 4. Dezember geschnitten,

werden nun zu Weihnachten blüh’n

in zarten Farben, sanftem Grün.

Als schlüge noch der Barbara Herz,

Dezemberblüten, als wäre es März.
23.12.07 K. F.

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Sichten

Viele sind häufig der Ansicht,

es lebe sich besser ohne Rücksicht

und  auch leichter ohne Vorsicht

gegenüber anderen.

Sie halten nichts von Nachsicht

und es fehlt ständig an Einsicht,

unterstellen immer die Absicht

gegenüber anderen.

Freuen sich aber auf die Aussicht,

zu gewinnen in mancher Hinsicht,

verlieren leider dann die Übersicht,

gegenüber anderen.

 K.F. 11/07

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Fremde

 Zwei Fremde kamen aus  der Nacht,

haben zusammen getanzt und gelacht.

Sie nannten sich niemals bei ihren Namen,

wollten nicht wissen, woher sie kamen.

Zeit rann dahin, Stunde um Stunde,

sie hingen gebannt an des anderen Munde.

Wandernde Schatten, flirrendes Licht –

Eine sanfte Berührung – mehr nicht. 

Als Morgentau  kalt  auf den Dächern lag,

fuhren zwei Züge nach Rom und nach Prag.

.

K.F. 10/07

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Geschichten zur See

" Otto'n sien Boot"


Kommst Du zurück an den Küstenort,

 liegt da noch immer „Otto’n sien Boot.“

„Otto’n sien Boot“, das ist verwittert,

ängstlich im Wind eine Planke erzittert,

-

 äußerlich blau und das Ruder fehlt,

Otto’n sien Boot“ sind die Tage gezählt.

Ich rufe nach Otto. Doch Otto bleibt stumm.

Nur ein paar Fußgänger drehen sich um.

-

Doch da eine Stimme nah meinem Ohr

wie ein Flüstern im Wind, so kommt es mir vor:

„Im Sturm einer Nacht eine riesige Flut

ergoss sich über „Otto’n sien Boot“.

-

Otto blieb draußen, draußen im Meer,

nur das Boot kam zurück, das Boot war leer...“

Ich drehe mich um, die Stimme zu seh’n:

Doch niemand ist da. Die Turmuhr schlägt Zehn.

 

 K.F. 8/07

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Sturmvogel

Wie ein schwarzer Riesenvogel

zieht ein Etwas über weite See,

unheilvoll, - ein breiter Kegel,

die Schwingen sind noch über Land,

Strand liegt da wie dunkler Schnee –

und ich suche Deine Hand.

Am Horizont ein winzig Segel.


Als öffnet sich ein Tor zum Welt
tritt plötzlich nun die Sonne ein.
Von mancher Brust ein Seufzer fällt,
als tausend Funken blitzen,
Sand erglänzt wie Edelstein,
rieselt hell durch Fingerspitzen,
Es könnte gar nicht schöner sein.
K.F. 8/07

 

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Stimmungstief

Regentag mit Sturmgebraus

nach richtig schönen Sonnentagen.

Wie sieht die Welt so anders aus,

könnte weinen, könnte klagen...

 

Wieviel Wärme braucht ein Mensch,

um sich wirklich gut zu fühlen,

bis es vom Gefühl her wieder reicht,

sich ein wenig abzukühlen?

 Regentag, - die Stimmung unten...

 

und so hoffen wir auf morgen...

Wo sind die Luftballons, die bunten? -

Hab’ vergessen, welche zu besorgen...

 K.F. 8/07

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...und jetzt gleich wieder heiter weiter

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„Sind Sie heute allein hier?“

Ich drehte mich um. -

Die Frage galt mir.---

denn nur Du bist mir nah

Ich verwies gleich auf Dich, -

und da nur für mich. 

Du bist mein Begleiter --

und ich nehm' Deinen Arm -

wir gehen weiter...

4./07

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Für Wort-Akrobaten

 

Was bedeutet das Wort „Wortakrobaten“?---

Ich bekam es als Notizbuch geschenkt.

Hab lang überlegt, dann geraten

und meine Gedanken hin und her gelenkt.

-

 Eine Art der Darbietung kommt mir gelegen,

wie in einem Rondell, gleich einer Arena.

Mit Worten jonglieren, im Kreise bewegen,

mit Gedanken spielen zu einem Thema....

-

Ein Wort in die Luft geworfen, aufgefangen 

und sehr konzentriert steht er zur Übung parat,

doch dann fallen gelassen, neu angefangen,

-es ist nicht sein Tag,..der "Wortakrobat."

17.3.07 K.F.

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Ein Wort-Akrobat auf dünnem Seil

balanciert  ängstlich zwischen Lob und  Kritik,

schwankend und tastend - Stück für Stück,

doch langsam und stetig, weil...

Es ist doch sein Hobby - ...er kann nicht zurück.

K.F. 17.3.07

 

 

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Bücherseiten - menschliche Seiten

Ein Buch, ob ganz neu oder schon alt,

ist bereits interessant in äuß'rer Gestalt.

Doch Menschen verstehen, in ihnen zu lesen,

in ihren Seiten, in ihrem Wesen...

Eine Seite ist freundlich, heiter und tolerant,

die nächste traurig, mutlos und uninteressant.

Die andere ist kritisch, satirisch, doch mit Humor,

eine ist tückisch, - spielt andern was vor.

Die folgende Seite   unendlich pedantisch,

nun wieder eine, die ist völlig romantisch.

Eine ist voller Begabung in tausend Dingen,

die nächste ist schwach, muß stets mit sich ringen.

Eine andere ist geheimnisvoll, irgendwie mystisch,

die nächste ganz offen, interessiert sich politisch.

 Die nächste ist schüchtern, tut irgendwie kühl.

Hier eine versteckte, die ist voller Gefühl.

Diese Seite ist hitzig, tendiert kriminell,

die andere will alles, doch nur nicht so schnell.

So viele Seiten in unserem Wesen,

die uns begleiten, unendlich zu lesen...

11./06 - K.F.

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Ein Lächeln

 

 

 

Ein kleines Lächeln,das steht Dir so gut,

das steht Dir viel besser, als ein topmodischer Hut.

Ein kleines Lächeln, das schafft Vertrauen,

das bindet die Wärme zwischen vier Augen.

Ein kleines Lächeln, bei Eis und bei Schnee,

für einen Fremden, das tut doch nicht weh.

Ein kleines Lächeln für mich von einem andern

und ich gebe es weiter,

- ein Lächeln kann wandern.

Dez. 2005

 

 

 

 

 

 

Demokratie

 

 

Vor dem Fenster der Eltern spielt sorglos ein Kind,

offen und wach und frei wie der Wind.

Und weil es so frei ist, da kann es frei wählen.

Braucht nicht drauf zu hören, was die Eltern erzählen.

Eine Familie, die ist stark demokratisch,

und außerdem ist das ganz wundervoll praktisch.

Jeder kann hier seine Meinung frei sagen

und das Kind entscheidet schon selbst

zu folgenden Fragen:

Willst Du einen Keks oder lieber doch Kuchen?

Willst Du 3 Kugeln Eis oder Oma besuchen?

Willst Du im Buch die Bilder bemalen

Oder draußen im Pool lieber baden?

Willst Du lieber dies oder doch lieber das,

willst Du vielleicht nichts oder doch irgendwas?

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Qual der Wahl

Jahre vergehen, - Jahre, die zählen.

Wir sind heut gefordert, die Regierung zu wählen,

Bürger und Bauer und alle die Stimmen,

die letztendlich das Ergebnis bestimmen.. -

Diese Wahlform, - die hat Methode.

Und wer es noch nicht weiß:

Alle 4 Jahre - das ist eine Legislatur –Periode.-

Das Volk soll entscheiden, -

denn wir haben Demokratie.

Wer soll gehen, wer soll bleiben?

 „Er oder Sie?“ ---

Wir wählen zum  Wohle, zum Wohle des Landes,

zum Wohle des Kanzlers, des Parteienverbandes.

Die Parteien-Palette ist ja schön kunterbunt.

Ich wähle „rosa“,denn das macht mich jung.

Wählst Du die Ampel, sind die Farben gemischt.

Sieht zwar hübsch aus, doch bringen tut’s „nischt“.

 

 

 

 

 

 

 

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Unendlich unwichtig ......

 

 

 

Bist Du etwas älter

als die laut lachende Jugend,

so ist das beileibe kein Makel,

sondern eher eine Tugend.

Manche sind eben in der Jugend schon alt,

geben sich so und sind es auch bald.

Du wirst eben etwas später älter

 als die allermeisten,

das tut von innen her gut,

das darfst Du Dir leisten.

Ein Alter in Zahlen

 klingt nur für viel Jüngere alt,

und will Dich wer fragen,

 dann sagst Du ihm halt:

Die Jugend – ja - die ist eben jünger,

nur etwas jünger als ich,

Jahre, – ach Gott – wie unwichtig,

so unendlich unwichtig für mich.

Okt. 2005

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Bulgarische Fiesta – Fiesta bulgaria

 

 

Urlaub zu viert im bulgarischen Land,

landschaftlich schön und sehr interessant,

Bulgarische Berge und Schwarzes Meer,

seine Wellen laufen stets hinter uns her.

Bulgarische Frauen,

für ihre Schönheit gepriesen,

Bulgarische Männer,

die gern ihren Schnaps,

den Raki, genießen.

Heiße Tänze zu bulgarischen Klängen,

Freuden des Gaumens, Genießen und Schlemmen.

Bulgarische Rosen machen die Runde,

ein Hauch von Romantik bestimmt diese Stunde

Dunkelrot leuchten brennende Kohlen,

glühender Kreis im nachtschwarzen Sand.

Tanzende Beine mit nackten Sohlen,

Schritte zum Feuer, - zur Mitte – zum Rand.

Einziges Lüftchen, ein Atemzug nur,

weich ist die Luft, es schläft die Natur.

Ein Lichtschein hält Wache,

der Abend noch warm,

Wir gehen langsam den Weg,

- ich nehm‘ Deinen Arm.

Fast ist es ein Traum, -als der Morgen erwacht -

Bulgarische Fiesta – bulgarische Nacht

Sommer 2003

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Von Streitigkeiten, Ärgernissen usw.

 

Winzig kleine Streitigkeiten

haben’s manchmal drauf,

sich zu Ärgernissen auszuweiten,

und schon schaukelt Frust sich auf.

Eine Kränkung noch – wird zum Ballon,

wächst und dehnt sich massig aus,

ist kaum aufzuhalten schon,

die Haut ist dünn und platzt nun auf.

Knall und Bumm und Blitz und Krach,

jetzt wird die Meinung vorgegeigt,

selbst die Nachbarn werden wach,

des Lauschers Ohr zur Wand sich neigt.

War das wirklich unser Wille? ---

gibt man später zu bedenken.

Ist auch nicht schön, die Funk(en)stille.

Wer gibt nach, um einzulenken?

Okt.06

 

 

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Wußten Sie schon, daß Lärm gesund ist..?

 

Mein Arzt sagte neulich: viel Lärm, der macht krank.

Doch ich kann’s widerlegen. Gott sei Dank.

Ich war kürzlich verreist, es ging in den Süden.

Ich hoffte Ruhe zufinden, fand Lärm nur hinieden.

Doch richtiger Lärm, - Tag und Nacht,

hat meine Ohren wieder auf Zack gebracht.

Ich pfeife jetzt munter auf leise Töne.

Hör‘ nur noch ganz Lautes, das ist das Schöne.

Lärm ist gesund, auch für Muskeln und Knochen.

War es zu laut, da hab ich mich verkrochen.

War stets auf der Suche nach einem stilleren Ort,.

hatte immer Bewegung , denn Ruhe ist Mord.

Endlich zu Hause, ich war rundherum fit.

Beim nächsten Lärm-Urlaub mach‘ ich unbedingt mit.

Halte nichts mehr von Urlaub in Ruhe.

Ach, ist das gräßlich, das sanfte Getue.

1.10.05

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Würfelspiel

 

 

Sie werden verzweifelt gerüttelt,

gestaucht und wieder geschüttelt.,

dann plötzlich auf den Kopf gestellt

so daß manchmal einer runterfällt

vorwitzig aus ihres Bechers Bauch,

das gibt’s auch.

Doch sie beklagen sich nicht,

und fragen nicht,

warum muß das so sein,

so wie sie sind, hilflos und klein.

Sie können ja ein Geräusch nur lallen,

und dann einfach nur fallen....

Und der Mensch ist unzufrieden,

da sie es immer wieder vermieden,

die Einsen auf den Kopf zu stellen,

und letztlich auch die Fünfen noch fehlen,

dafür bekommt der Bechers eins hinten drauf,

das gibt’s auch.

Würfel des Lebens, das ist unser Schicksal.

Es entscheidet für uns, es gibt keine Wahl.

Es hat keinen Sinn,

nach dem Sinn wohl zu fragen,

in diesen wie auch anderen Tagen.

Und wenn Du geübt im Hinnehmen bist,

dann bist Du Gewinner, Du bist Optimist.

 

 

Sept. 06

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Vor dem nächsten Gedicht möchte ich sorgsam darauf hinweisen, daß der Inhalt so nicht erlebt wurde, sondern  eine ausgedachte Begebenheit ist, denn um mit Wilhelm Busch zu sagen:

 "Nicht immer ist der Mensch nur heiter,

er kann auch krank sein und so weiter..."

 

Wartezimmer-Notizen

Ich saß eines Tages zur mittäglichen Stunde

mit 20 Personen in der Wartezimmerrunde.

Versteckt schauten manche mich neugierig an,

um zu ergründen meine Krankheit sodann..

Ich schaute ganz offen in die Gesichter zurück

und siehe da, sie senkten den Blick.

Da waren die Huster, die Schnupfer,

die Stöhner, die Tupfer,

und eine ältere Dame mit Leidensmine

schälte gerade eine Apfelsine.

Ich lächelte sie an, nur einen Augenblick,

doch es kam nichts zurück.

-

Die Zeit wurde lang, die Patienten schon müder,

man gähnte sich an, es klappten die Lider.

Verstohlen sahen manche auf die ärztliche Tür.

Wer kommt alles noch dran, besonders vor mir?

-

Zwei schauen sich an und die meisten schau’n weg,

woll‘n sich nicht unterhalten, hat gar keinen Zweck.

Und schweigend schau‘n alle auf die ärztliche Tür,

daß käme nun endlich der Doktor „hervür.“

-

Dafür kommt die Schwester, die jeder hier kennt:

„ Es kann jetzt mal dauern einen Moment...,

denn wir machen nun eine längere Pause,

und wer nicht mehr sitzen kann, geht lieber nach Hause.

Kommen Sie morgen wieder, bitte sehr,

aber gleich früh um 7.00 Uhr, da ist es noch leer. "

1/06

--- Karin Fluche

Unerwünschte Begleitung

Husten, Schnupfen, Heiserkeit

Begleiter sind zur Herbsteszeit.

Augen tränen, Ohrenschmerzen.

Bald ist Advent mit ersten Kerzen.

Kopf und Glieder tun schon weh,

und auf dem Brocken rieselt Schnee...

Oh, Du „geliebte“ Viruszeit....

ich wünsch’ Dich weg, unendlich weit.

18.11.06

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