In einer schlaflosen Nacht fliegen die Gedanken in die Dunkelheit

und formen Bruchstücke zu Bildern

und formieren sich zu Gedichten und Geschichten

 

Tropennacht


Nacht liegt auf der Erde still

und unbeweglich steht der Baum,

als wenn er gar nicht atmen will,

versunken ist im tiefen Traum.


Die Tageswärme im Geäst

wallt wie eine dunkle Seide

die sich nicht berühren lässt,

hinter unsichtbarem Kleide.


Sternenlose Tropennacht

deckt jede sanfte Regung zu,

die fast aus Verseh'n gemacht

und ich spüre, das warst Du .


K.F. 7/15

 

Schlaflos


In einer warmen Tropennacht

Über mitteldeutschen Landen

Sind heut Stimmen aufgewacht,

die sich sonst am Tage fanden.


Die Vögel bleiben ohne Schlaf,

weil die Nacht zu ungewöhnlich.

Da man nichts versäumen darf,

erzählen leise sie persönlich


von des Tages hellem Leben,

die Blätter wispern leis dazu,

die Igel sitzen wach daneben,

und Eulen geben ihr „Uhu“.


So verrinnt die kurze Nacht

In den gelbgestreiften Tag.

Längst ist Müdigkeit erwacht.

Schlaf, der jeden Traum verbarg.


K.F. 6/16


Ich hoffe, dass der Tag wird bringen

mir ein paar von den guten Dingen

und ist's auch nur ne' kleine Gabe,

die ich sehr lieb und gerne habe,

würd' mein Herz ein Liedchen singen.


Karin Fluche 10/14

Zur Nacht

 Der Abend geht jetzt in die Nacht,

 sehr ruhig, still und mit Bedacht

 schwenkt nur eine Mondlaterne

 grüßend aus sehr weiter Ferne,

 wobei er etwas zwinkernd lacht:

 „Hast Du vielleicht an mich gedacht?“

 Das wäre mir unglaublich recht,

 Gruß und Kuss wär’n auch nicht schlecht,

 auch geht ja eines von den beiden:

wenn’s sich nicht anders lässt vermeiden!

 Dann schlafe ich beruhigt ein,

 denn was sein kann, das kann sein

 und geht die Nacht in Morgen über,

 dann sing ich wieder andre’ Lieder.


 Karin Fluche 10/14

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