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„Buchhalter“-Erotik

 

Zwei „Buchhalter“ tun es im Bücherregal.

„Was“? ist die Frage und völlig normal.

Sie stehen seit Jahren Rücken an Rücken,

völlig nackt und aus ganz freien Stücken.

 

Ist das verboten? Nur heimlich erlaubt ?

Sie werden zudem nicht häufig entstaubt.

Heut’ macht das Luise, ein süßes Mädel,

aus Liebe zu ihnen mit einem Staubwedel.

 

Zärtlich berührt sie „Heinrich und Walter.“

So nennt sie vertraut die beiden „Buchhalter“..

Dann nimmt sie eines der trockenen Tücher,

wischt seufzend über den Rücken der Bücher.

 

Karin Fluche

 

 

Bademoden...

 

Oh, Sommerlaune - Badezeit

 Mit dem schicken Badekleid.

Wie auf ‚nem alten Bild zu sehn..

 Das war um Neunzehnhundertzehn              

 

Was den Herren von Interesse.

 Verbarg man stets mit Raffinesse.

 Da war noch wirklich „raten“ dran,

 was ja auch ganz schön sein kann.

 --

Später hundert Jahre dann...

 Badezeit bei Frau und Mann....

 Man lobt die neue Bademode

 Und dieses, ja, das hat Methode.

 

Es wird fast alles freigelegt,

 weil Sonne ja den Körper pflegt.

 Nur ein paar Blümchen hier und da,

 Träger sind nicht wirklich da....

 

Katz’ nicht mehr im Sack gekauft,

 im nächsten Jahr ein Kind getauft..,

 Bei  Bademoden  kurz und knapp:

 Einwohnerpegel kommt in Trapp.

 

Karin Fluche 

 

 

Die Künstler und die Liebe

 

Ein Maler malt ein Bild von der Liebe,

von Erotik umhüllt.

Ein Musikant spielt ein Lied von der Liebe,

von Sehnsucht erfüllt.

Ein Dichter beschreibt die Liebe

mit lyrischen Worten.

Ein Fotograf filmt diese

an romantischen Orten.

Ein Schauspieler gibt etwas Tragik hinein.

Ein Bildhauer meißelt die Liebe

für ewig in Stein.

-

Ja, das sind eben die Künstler!

Und was sagen die ändern,

Menschen, wie Du und Ich:

Drei uralte Worte:

"Ich liebe Dich!"

 

Karin Fluche

 

 

Lesezeichen...

 

Bitte, bitte, ein Zeichen von Dir,

Verstecke Dich nicht, spiel nicht mit mir.

Ich will Dich finden, immer erreichen.

Hübsch wie Du bist, ganz ohne gleichen.

Fehlst mir so sehr, ich mach’ mir nichts vor!

Kann nicht glauben, dass ich Dich verlor.

 

Komm doch zu mir, gib mir ein Zeichen.

Will Dich haben, Dich heute erreichen.

Bin müde so sehr und bald wird es hell.

Augen und Buch schließ’ ich ganz schnell.

Ich such’ nun nicht mehr, lass mich verleiten:

Steck’ einen Fahrschein zwischen die Seiten.

 

Karin Fluche

 

 

 Lavendelrausch

 

Wenn ich ein Lavendelbild sehe,

spüre ich augenblicklich diesen Duft,

ich rieche und schmecke ihn,

fühle mich sanft umhüllt.

 

Ein intensives Sommersinnbild

und ich halte unwillkürlich

den Atem an,

um ja nichts zu verlieren.

 

Vor meinen Augen tanzt flirrend

sein wunderbares Lila,

obwohl weit und breit

kein Zweiglein zu sehen ist.

 

Lavendeltrunken,  berauscht,

durchflutet von einzigartiger Wärme,

träume ich einen Sekundentraum.

 

Wie muss es wohl sein,

 in einem Lavendelfeld zu liegen,

nur Sonne auf nackter Haut zu spüren,

duftende Stille zu atmen

 und in einen hohen  Himmel zu schauen?

 

Karin Fluche