Frühling aller Orten

 

April - Ein unberechenbarer Typ

 

Zwölf Monate im Walzertanz

Schweben auf der Jahresbühne.--

Freund April voll Eleganz

erst traurig, dann mit froher Miene

 

ist mal bockig-wildes Mädchen,

dessen Haar im Sturme weht,

dann ein zartes Seidenfädchen

auf einem frischen Gartenbeet.

 

Die andern Tänzer mit Erstaunen

Schau’n auf dieses seltsam Spiel,

auf diese wechselhaften Launen:

„Ach, wieder der--.April – April“.

 

Karin Fluche

 

Die Birke auf der Waldeslichtung

Zeigt das Jahr in Frühlingsrichtung.

Zart gelb-grün, Du kannst es sehen,

„Würstchen“ an den Zweigen wehen,

so traumhaft leicht, ein schönes Bild,

das unsern Wunsch nach Frühling stillt.

 

Karin Fluche 4/10

 

Hoffnungsgrün...

 

Ich habe es gern,

mein liebes Grün,

 

ein grünes Ei zur Osterzeit,

die Wohnungswand, ein neues Kleid.

An meiner Hand der Ring mit Stein,

in grüner Zier, das möchte sein.

 

Ich hab es gern,

mein liebes Grün..,

 

als Tannenbaum, im Blumentopf,

mein  Sommertraum, als Wassertopf.

Ein grünes Pflaster auf der Wange –

Nun - davor wär’ mir auch nicht bange...

 

Ich hab es gern –

Mein liebes Grün...

 

Ein Immer-Grün auf Schirm und Hut

Ich glaub sogar, es steht mir gut...

Das Grün ist mir stets erste Wahl

Bei  schönsten Farben ohne Zahl .

 

Ich hab es gern, -

Mein liebes Grün...

 

 

1/2010

 

Der Wanderer

 

Ohne Ziel ein Wanderer...

Die Kirchenglocken läuten, -

Frühling – wie kein anderer -,

die immer ihn erfreuten..

 

Sinnend bleibt der Fremde stehn’...

Glockenblumen schwingen ...

Nur nichts, nur nichts überseh’n...

Hören, wie die Amseln singen.

 

Maiglöckchen am Waldesrand

senden wunderbaren Duft.

Er berührt sie mit der Hand

atmet tief die Frühlingsluft.

 

Weite unbekannte Ferne

Ruft ihm zu mit stillem Wort..

Himmel voller Frühlingssterne.

Und der Wanderer zieht fort.

 

Karin Fluche

  Aquarell

 

Aus dunklen Winterträumen

Ist der Frühling aufgewacht

mit Blumen unter Bäumen.

Milde Regenwolkennacht..

 

Welke Blätter, Vorjahrsrest,

wirken seltsam überlebt.

Amsel schaut ins alte Nest,

erinnert sich und überlegt...

 

Weiß mit Gelb küsst Veilchenblau,

malt ein zartes Aquarell.

Rosa fließt ins Grün und Grau.

Frühlingsbild, so schön und hell.

 

Karin Fluche 2012

 

 

Frühlingsfreude

 

Letzte Bäume wachen auf,

kleiden sich in Hoffnungsgrün,

Lebensmut fließt steil bergauf,

Störche wieder zu uns zieh’n.

 

Stehen stolz auf ihrem Nest,

erzählen uns von Afrika,

Winters Schwäche letzter Rest

Ist auf einmal nicht mehr da.

 

Wunderbare leichte Zeit

Öffnet wieder unsere Herzen,

gibt uns Lust auf Heiterkeit,

auf Freude, Lachen, Scherzen.

 

K.F. 4/08

 

Primeln

 

 Primeln blühen das ganze Jahr

von April bis hin zum März,

und auch im kalten Januar

erfreuen sie unser Herz.

Träumen keinen Wintertraum,

wenn andere Blumen schlafen.

halten Wacht am Gartenzaun,

die Primelchen, die braven.

 

1/08 K. F.

 

Die allerersten...

 

Aus alten Blättern neues Leben

Will Natur uns endlich geben.

Als allererste an den Zweigen

Sich kleine Weidenkätzchen zeigen.

 

Selbst bei kaltem grauen Wetter

  Krokus wächst um Zentimeter.-

Weiße Glöckchen, diese schönen,

läuten in gar sanften Tönen

 

schon ihrerseits den Frühling ein,

möchten selbst die ersten sein.

Bereits der Tulpen Blätterspitzen

Aus regennassem Erdreich blitzen.

 

Christrosen-Blüten öffnen sich

schon sehr bald für Dich und mich.

Garteneck mit Winterlingen,

Amseln hüpfen, üben singen.

 

Karin Fluche